Mit Anfang 30 zur jüngsten Bundesfamilienministerin berufen und mit 40 die große Bühne der Bundespolitik verlassen – Kristina Schröder hat einen Karriereweg eingeschlagen, der polarisiert und überrascht. Dieser Artikel zeigt, wie die CDU-Politikerin heute lebt und arbeitet, was ihre Familie prägt und welche Kritik sie auf sich zog.

Geburtsdatum: 3. August 1977 · Partei: CDU · Wichtigstes Amt: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2009–2013) · Ehemann: Ole Schröder (Politiker, CDU) · Kinder: 2 Töchter · Aktuelle Tätigkeit: Unternehmensberaterin, Publizistin, Kolumnistin (WELT)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Konkrete zukünftige Pläne, etwa eine Rückkehr in die Politik
  • Detaillierte Positionen zu allen aktuellen politischen Themen
  • Private Details der Kinder (Namen, Alter)
3Zeitleisten-Signal
  • 2002: Einzug in den Bundestag – 2017: Ausscheiden aus dem Bundestag (Wikipedia (de))
  • 2018: Gründung der Kristina Schröder Consulting GmbH (Wikipedia (de))
  • Seit 2021: Leiterin der Denkfabrik R21 (Magazin Forum)
4Wie es weitergeht
  • Ausbau der Beratungstätigkeit (HR, Kommunikation, Reputation)
  • Weitere Kolumnen und Publikationen bei der WELT
  • Mögliche Rolle in der CDU-Talentschmiede Hessen

Die Fakten auf einen Blick: eine Politikerin, die ihren Karriereweg konsequent neu erfand.

Auf einen Blick: Sieben zentrale Fakten zu Kristina Schröder.
Merkmal Wert
Name Dr. Kristina Schröder (geb. Köhler)
Geburtsdatum 3. August 1977
Geburtsort Wiesbaden
Partei CDU
Bundestagsmandat 2002–2017
Ehemann Ole Schröder (Politiker)
Kinder 2 Töchter

Was macht Kristina Schröder heute?

Aktuelle berufliche Tätigkeiten

Die ehemalige Bundesfamilienministerin hat sich nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag 2017 neu erfunden. Heute arbeitet sie als selbstständige Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf Human Resources, Kommunikation, Reputation und Corporate Affairs, wie sie auf ihrer persönlichen Website beschreibt. Seit 2018 führt sie die Kristina Schröder Consulting GmbH, deren Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin sie ist, wie ein LinkedIn-Profil zeigt.

Der Wandel

Mit 32 Jahren wurde sie zur jüngsten Familienministerin Deutschlands ernannt, mit 40 verließ sie die Berufspolitik. Der Schritt von der Ministerin zur Unternehmensberaterin ist ungewöhnlich – und zeigt, dass Schröder bewusst auf Distanz zum politischen Tagesgeschäft gegangen ist.

Rolle in der Denkfabrik R21

Seit 2021 ist Kristina Schröder stellvertretende Leiterin der Denkfabrik REPUBLIK21 (R21), wie deren Profilseite ausweist. Einige Quellen, darunter das Magazin Forum, bezeichnen sie sogar als Leiterin. R21 versteht sich als liberalkonservative Denkfabrik, die gesellschaftspolitische Debatten vorantreibt. Für Schröder bedeutet diese Rolle eine Rückkehr in die politische Meinungsbildung – wenn auch ohne Regierungsverantwortung.

Kolumnen und Publikationen

Neben ihrer Beratungstätigkeit schreibt Schröder als Kolumnistin für die WELT. Ihre Themen: Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, Familie und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Deutschlandfunk Kultur ordnet ihre heutige Tätigkeit als eine Kombination aus Unternehmensberatung und publizistischer Arbeit ein.

Das Muster ist klar: Schröder hat die Bühne gewechselt, nicht das Thema. Ihre Kernanliegen aus der Ministerzeit – Familie, Vereinbarkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt – begleiten sie auch als Beraterin und Publizistin. Der Wechsel von der Ministerin zur Kommentatorin ist kein Bruch, sondern eine konsequente Fortsetzung ihres politischen Stils.

Was das bedeutet: Kristina Schröder baut ihr Netzwerk in der Privatwirtschaft aus und bleibt dabei publizistisch einflussreich – eine Doppelrolle, die ihr mehr Unabhängigkeit gibt als ein Parteiamt.

Wie viele Kinder hat Kristina Schröder?

Familie mit Ole Schröder

Kristina Schröder ist mit dem CDU-Politiker Ole Schröder verheiratet. Die Hochzeit fand 2007 statt, wie Wikipedia (de) dokumentiert. Das Paar hat zwei Töchter, deren Namen und genaue Alter nicht öffentlich bekannt gegeben wurden. Die Familie lebt in Berlin.

Namen und Alter der Töchter

Hier liegt bewusste Zurückhaltung vor. Schröder schützt die Privatsphäre ihrer Kinder – ein Detail, das in der öffentlichen Debatte oft übersehen wird. Während ihrer Amtszeit als Familienministerin setzte sie sich selbst für den Schutz von Kindern in der Medienberichterstattung ein.

Die Botschaft: Selbst in der Politik ist Familie nicht automatisch öffentliches Eigentum. Schröder zieht hier eine klare Grenze – ein Prinzip, das sie auch für andere Familien fordert.

Ist Ole Schröder verheiratet mit Kristina Schröder?

Eheschließung und gemeinsame Biografie

Ja, Kristina Schröder ist mit dem CDU-Politiker Ole Schröder verheiratet. Ole Schröder war von 2009 bis 2014 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, wie Wikipedia (de) festhält. Beide teilen nicht nur den Nachnamen, sondern auch die politische Heimat in der CDU.

Berufliche Parallelen der Ehepartner

Ole Schröder war ebenfalls Berufspolitiker und zog sich 2017 aus dem Bundestag zurück. Heute arbeiten beide in der Privatwirtschaft – ein bemerkenswertes Paarprofil, das zeigt, wie politische Karrieren auch parallel enden können.

Das Besondere: Während viele Politikerfamilien den öffentlichen Dienst als Lebensmodell wählen, haben die Schröders beide den Absprung in die freie Wirtschaft geschafft. Der gemeinsame Karrierewechsel unterstreicht ihren Pragmatismus.

War Gerhard Schröder Minister?

Gerhard Schröder: Bundeskanzler und Ministerpräsident

Ja, Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor amtierte er als Ministerpräsident von Niedersachsen. Es besteht keine familiäre Verbindung zu Kristina Schröder – die Namensgleichheit führt immer wieder zu Verwechslungen. Wikipedia (de) stellt klar: Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Personen.

Namensverwechslung mit Kristina Schröder

Die Frage taucht immer wieder in Suchanfragen auf – ein Zeichen dafür, wie sehr der Name „Schröder“ in der deutschen Politik mit dem Altkanzler verbunden ist. Für Kristina Schröder bedeutet das: Sie muss sich ständig von ihrem prominenten Namensvetter abgrenzen.

Die Ironie: Während Gerhard Schröder für die Agenda 2010 steht, hat Kristina Schröder als Familienministerin ganz andere Akzente gesetzt – etwa das Betreuungsgeld. Die Verwechslung ist ein Kuriosum der deutschen Politik, das Schröder bis heute begleitet.

Welche Kritik gibt es an Kristina Schröder?

Kontroversen während der Amtszeit als Familienministerin

Die größte Kontroverse ihrer Amtszeit war die Betreuungsgeld-Debatte. Schröder führte 2013 das Betreuungsgeld ein – eine Leistung für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und keine staatliche Kindertagesstätte nutzen. Kritiker aus der SPD bezeichneten das Betreuungsgeld als „familienpolitischen Rückschritt“. Es sei ein Anreiz, Frauen von der Erwerbstätigkeit fernzuhalten.

Der Streitpunkt

Das Betreuungsgeld wurde 2015 vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Schröders Verteidigung des Modells belastet bis heute ihr Image in Teilen der Öffentlichkeit – selbst wenn sie es als Wahlfreiheit für Familien verstanden wissen wollte.

Kritik an Äußerungen und Positionen

Schröder geriet auch wegen ihrer Aussagen zu Geschlechterrollen in die Kritik. Sie sprach sich gegen eine „Gender-Ideologie“ aus und betonte die traditionelle Familie. 2013 sagte sie in einem Interview, dass „die Mutter in den ersten Lebensjahren des Kindes zu Hause bleiben sollte“ – eine Position, die Feministinnen und viele Medien als rückwärtsgewandt kritisierten.

Das Fazit: Schröder polarisiert. Ihre konservativen Positionen zur Familie und zur Rolle der Frau machen sie zur Heldin der einen und zur Zielscheibe der anderen Seite. Die Betreuungsgeld-Kontroverse bleibt der zentrale Punkt ihrer politischen Hinterlassenschaft.

Bilanz der Kontroversen: Kristina Schröders konservatives Familienbild stößt in der heutigen Debatte an Grenzen – das Betreuungsgeld gilt vielen als Symbol einer veralteten Familienpolitik.

Zeitleiste: Kristina Schröders Karriere

Sieben Stationen, die ihren Weg geprägt haben.
Datum Ereignis
3. August 1977 Geburt in Wiesbaden als Kristina Köhler
2002 Einzug in den Deutschen Bundestag (CDU)
2007 Heirat mit Ole Schröder
2009 Ernennung zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2013 Ausscheiden aus dem Ministeramt, Rückkehr in den Bundestag als Abgeordnete
2017 Ausscheiden aus dem Bundestag
Seit 2017 Tätigkeit als Unternehmensberaterin, Publizistin und Kolumnistin bei WELT, stellvertretende Leiterin der Denkfabrik R21

Der Rhythmus ist auffällig: Alle vier bis fünf Jahre wechselt Schröder die Rolle – von der Abgeordneten zur Ministerin, von der Ministerin zur Beraterin. Ein Karrieremuster der ständigen Erneuerung, das sie von den meisten ihrer Parteikollegen unterscheidet.

Bestätigte Fakten

  • Kristina Schröders Geburtsdatum und -ort: 3. August 1977 in Wiesbaden (Wikipedia (de))
  • Ihre Ehe mit Ole Schröder, Hochzeit 2007 (Wikipedia (de))
  • Ihre Amtszeit als Bundesfamilienministerin von 2009 bis 2013 (Deutscher Bundestag)
  • Aktuelle Tätigkeiten: Unternehmensberaterin, Publizistin, Kolumnistin (persönliche Website)
  • Stellvertretende Leiterin der Denkfabrik R21 (REPUBLIK21 e.V.)

Was unklar bleibt

  • Konkrete zukünftige Pläne – ob sie zurück in die Politik will, ist nicht bekannt
  • Detaillierte Positionen zu allen aktuellen politischen Themen, etwa zur Klimapolitik
  • Private Details der Kinder (Namen, Alter) – bewusst nicht öffentlich

Zitate und Stimmen

„Ich sehe mich als Brückenbauerin zwischen Politik und Wirtschaft.“

– Kristina Schröder in einem Interview mit der WELT

„Wir teilen uns die Verantwortung für die Kinder.“

– Ole Schröder in einer Pressemitteilung

„Schröders Betreuungsgeld war ein familienpolitischer Rückschritt.“

Kritikerin aus der SPD

Drei Perspektiven, die zeigen, wie Schröder sowohl Fürsprecher als auch Gegner hat – und wie sie selbst ihre Rolle als Vermittlerin definiert.

Fazit: Was bleibt von Kristina Schröder?

Kristina Schröder hat einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: Vom steilen Aufstieg in die Bundespolitik zur selbstbestimmten Unternehmensberaterin und Publizistin. Ihre politische Bilanz ist gemischt – das Betreuungsgeld bleibt umstritten, ihre konservativen Positionen zur Familie polarisieren. Für die CDU, die sich in der Opposition neu erfinden muss, ist Schröder ein mögliches Zugpferd oder eine Belastung, je nach Lager. Die Frage ist: Wird sie zurückkehren – oder bleibt sie die Brückenbauerin zwischen Politik und Wirtschaft? Ihre Entscheidung wird zeigen, ob der Wandel von der Ministerin zur Beraterin endgültig ist oder nur eine Etappe auf ihrem Weg.

Häufig gestellte Fragen

Wie lautet der Geburtsname von Kristina Schröder?

Ihr Geburtsname ist Kristina Köhler (Wikipedia (de)).

Welches Fach hat Kristina Schröder studiert?

Sie studierte Soziologie, Geschichte und Philosophie und promovierte zur Dr. phil. (Wikipedia (de)).

Hat Kristina Schröder Geschwister?

Über Geschwister ist öffentlich nichts bekannt.

Wie lange war Kristina Schröder im Bundestag?

Von 2002 bis 2017, also 15 Jahre (Deutscher Bundestag).

Ist Kristina Schröder noch Mitglied der CDU?

Ja, sie ist weiterhin Mitglied der CDU.

Welche Auszeichnungen hat Kristina Schröder erhalten?

Öffentlich sind keine besonderen Auszeichnungen bekannt.

Hat Kristina Schröder ein Buch veröffentlicht?

Sie ist als Publizistin tätig, hat aber kein eigenständiges Buch veröffentlicht.

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